Elon Musk hat wieder einen Posten in Washington. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat ihn zu einem der drei Leiter von Project Meridian ernannt, einer neuen Pentagon-Studie zur Kriegsführung der Zukunft. Das ist bemerkenswert, denn sein letzter Ausflug in die Regierung endete ziemlich holprig. Für die Dogecoin-Gemeinde stellt sich dazu eine eigene Frage: Kommt der Name DOGE jetzt wieder in die Schlagzeilen?
Was Project Meridian eigentlich ist
Meridian ist keine neue Behörde. Es ist eine Studie. Musk leitet sie zusammen mit Palmer Luckey, dem Gründer des Rüstungs-Start-ups Anduril, und dem früheren Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich. Innerhalb des Ministeriums betreut Technologiechef Emil Michael das Projekt.
Die Aufgabe ist breit gefasst. Die Gruppe soll herausfinden, wo künftige Konflikte stattfinden könnten und welche Technik die USA dafür brauchen. Genannt werden autonome Systeme, Robotik, Raketenabwehr und der Weltraum. Hegseth sprach von Schauplätzen unter der Erde bis jenseits des Mondes.
Dafür bleibt wenig Zeit: Nach 120 Tagen sollen Ergebnisse und Empfehlungen vorliegen, als öffentlicher Bericht mit einem geheimen Anhang. Frühere Pentagon-Studien dieser Art haben Jahre gedauert.
Warum DOGE hier nachhallt
DOGE, das Department of Government Efficiency, war Musks erster großer Regierungsjob. Die Sparinitiative sollte Ausgaben in Washington radikal kürzen. Der Name war ein bewusstes Augenzwinkern in Richtung Dogecoin. Am Ende stand allerdings kein abschließender Bericht, der die Arbeit sauber bilanziert hätte.
Genau deshalb schauen Beobachter jetzt genauer hin. Meridian hat ein festes Abgabedatum und ein klar definiertes Endprodukt. Ob diesmal wirklich ein Bericht auf dem Tisch liegt, lässt sich also in rund vier Monaten überprüfen.
Der heikle Punkt: Interessenkonflikte
Musks SpaceX und Luckeys Anduril machen bereits Geschäfte mit dem Pentagon. Jetzt sollen beide mitbestimmen, welche Technik das Militär künftig braucht. Kritiker sehen darin ein klares Spannungsfeld.
Konkret heißt das: Die Studie selbst vergibt keine Aufträge. Sie kann aber prägen, wofür später Geld ausgegeben wird. Wie stark das Pentagon die Empfehlungen umsetzt, entscheidet sich erst nach Vorlage des Berichts.
Was das für Dogecoin bedeutet
Ehrlich gesagt: technisch nichts. Meridian hat mit Kryptowährungen nichts zu tun, und an der Dogecoin-Blockchain ändert sich dadurch nichts. Wer DOGE hält, muss weder etwas tun noch etwas umstellen.
Die Verbindung läuft über die Aufmerksamkeit. Dogecoin reagiert seit Jahren empfindlich auf alles, was Musk tut oder sagt. Zu DOGE-Zeiten hatte schon der Name der Behörde Spekulationen befeuert. Diesmal fehlt dieser direkte Bezug, das Projekt heißt schlicht Meridian.
Spannender wird es, sobald Musk sich auf X zu seiner neuen Rolle äußert und dabei auf DOGE zurückblickt. Solche Posts haben in der Vergangenheit kurzfristig für Bewegung gesorgt. Ob sich das wiederholt, hängt weniger an Meridian als daran, wie laut Musk die Rückkehr nach Washington selbst inszeniert.



