Smartphone mit steigendem grünem HYPE-Kurschart vor einer UBS-Bankfassade in einer sonnigen Straße
Annika Vogt14:32 Uhr

Hyperliquid Kurs auf Rekord: 89,67 Dollar dank ETF-Käufen

Der HYPE-Kurs, der Token der Handelsplattform Hyperliquid, hat mit 89,67 Dollar ein neues Allzeithoch erreicht. Der Auslöser ist diesmal nicht ein einzelner Wal, sondern frisches Geld über börsengehandelte Fonds. Und die Käufer sind Namen, die man aus der klassischen Finanzwelt kennt. Ob dich das direkt betrifft, hängt davon ab, wie du HYPE hältst.

Wer hier kauft, ist der eigentliche Punkt

Ein ETF ist ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird und ein Basisgut abbildet, hier also den HYPE-Token. Anleger kaufen Fondsanteile über ihr Depot, der Anbieter kauft dafür im Hintergrund die Coins. So kommt Nachfrage in den Markt, ohne dass die Käufer selbst eine Wallet einrichten müssen.

Genau dieser Weg zieht jetzt an. Der HYPE-ETF von Bitwise, gehandelt unter dem Kürzel BHYP, hat seit dem Start 166,3 Millionen Dollar eingesammelt. Über die verschiedenen HYPE-ETFs hinweg tauchen als Halter Namen wie UBS, die Bank of Montreal und der Handelsriese Jane Street auf. Insgesamt stecken laut den Daten rund 481 Millionen Dollar in diesen Produkten.

Konkret heißt das: Wenn eine Großbank wie UBS einen solchen Fonds hält, ist das noch keine Kaufempfehlung an ihre Kunden. Es zeigt aber, dass HYPE den Sprung von der reinen Krypto-Nische in die Systeme regulierter Anbieter geschafft hat. Und dieser Schritt ist es, der den Kurs stützt, nicht der Preis allein.

176 Prozent in sechs Monaten

Auf Sicht eines halben Jahres steht bei HYPE ein Plus von 176 Prozent. Das ist eine kräftige Bewegung, und sie fällt mit dem Aufbau der ETF-Bestände zusammen. Die aktuellen Zahlen zu den Zuflüssen lassen sich bei den Fondsdaten nachverfolgen, etwa bei Sosovalue.

Hyperliquid selbst ist eine dezentrale Börse für Derivate, also für Verträge, die auf steigende oder fallende Kurse setzen, ohne dass der Coin direkt den Besitzer wechselt. Der HYPE-Token hängt eng am Erfolg dieser Plattform. Läuft dort das Handelsvolumen, profitiert der Token, umgekehrt gilt das genauso.

Was die On-Chain-Daten zeigen

Die institutionellen Halter lassen sich nicht nur aus Fondsberichten ablesen, sondern auch über die Blockchain selbst. Der Analysedienst Arkham hat die Bestände öffentlich gemacht und ordnet die Adressen den einzelnen Anbietern zu.

@arkham auf X: Arkham @arkham · Follow BITWISE IS BUYING HYPE AGAIN Bitwise’s BHYP clients didn’t buy any HYPE for 4 days straight. On Friday they bought $10.5M, the biggest day for BHYP since buying $23.2M on August 27. Bitwise has now bought $166.3M since launch, making it the LARGEST HYPE ETF. 10
Quelle: @arkham auf X

Für dich als Halter macht das einen Unterschied in der Wahrnehmung. Ein Kurs, der auf Käufen einzelner Adressen beruht, kann schnell wieder kippen. Wenn dagegen mehrere regulierte Anbieter gleichzeitig aufbauen, steht dahinter eine breitere Basis. Verschwinden können diese Zuflüsse trotzdem, ein ETF verkauft genauso schnell, wie er kauft.

Ob das Rekordhoch hält, entscheidet sich an genau dieser Stelle. Solange die ETF-Bestände weiter wachsen, hat der Kurs Rückhalt. Drehen die Zuflüsse, fällt diese Stütze weg, und dann zählt wieder, wie viel auf der Plattform selbst gehandelt wird. Woran du den nächsten Schritt erkennst, sind also die täglichen Zahlen zu den Fondszuflüssen.

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