Dogecoin-Symbol auf einem Handelsbildschirm mit fallender roter Kurslinie und dem Kürzel BWOW
Annika Vogt12:43 Uhr

Bitwise schließt Dogecoin-ETF vor dem ersten Geburtstag

Bitwise zieht bei seinem Dogecoin-ETF die Reißleine, und zwar noch bevor das Produkt ein Jahr alt wird. Der börsengehandelte Fonds mit dem Kürzel BWOW soll den Handel am 14. Oktober einstellen. Interessant ist das vor allem, wenn du überlegt hast, über einen regulierten Fonds statt über eine Börse in Dogecoin zu investieren: Dieser Weg fällt jetzt weg, und die bestehenden Anteile werden abgewickelt.

Was Bitwise konkret angekündigt hat

Ein ETF ist ein an der Börse gehandelter Fonds, hier einer, der den Kurs von Dogecoin abbildet. Der Bitwise Dogecoin ETF startete laut Bitwise am 26. November 2025 an der NYSE. Damit läuft er nicht einmal ein volles Jahr.

Nach der offiziellen Mitteilung von Bitwise endet der Handel am 14. Oktober. Wer dann noch Anteile hält, soll voraussichtlich am 22. Oktober eine Barauszahlung bekommen. Es werden also keine Dogecoin ausgeliefert, sondern der Gegenwert in Geld.

Was das für Anleger bedeutet

Konkret heißt das: Hältst du BWOW-Anteile im Depot, musst du selbst nichts weiter unternehmen. Bis zum 14. Oktober kannst du normal verkaufen. Wer bis danach hält, wird ausbezahlt, bekommt aber Bargeld und keine Coins auf eine Wallet überwiesen.

Für den deutschsprachigen Raum spielt der Fonds ohnehin kaum eine Rolle, weil er an einer US-Börse notiert und für Privatanleger hier schwer zugänglich ist. Wer in Dogecoin investieren wollte, greift in Deutschland eher zu einem ETP oder direkt zu Coins über eine Börse. Gut zu wissen ist trotzdem, dass eine Barauszahlung anders als ein Verkauf über die Börse steuerlich als Realisierung zählen kann.

Warum ein ETF so schnell wieder verschwindet

Ein ETF lohnt sich für den Anbieter erst ab einem gewissen verwalteten Vermögen. Bleiben die Zuflüsse aus und sammelt der Fonds zu wenig Kapital ein, decken die Gebühren die laufenden Kosten nicht. Dann ist eine Abwicklung für den Anbieter wirtschaftlicher, als das Produkt am Leben zu halten.

Das ist im ETF-Geschäft nichts Ungewöhnliches, bei einem Krypto-Produkt aber ein deutliches Signal. Nach dem Bitcoin-Boom sind zahlreiche Fonds auf einzelne Altcoins gestartet, um die nächste Nische zu besetzen. Dass ausgerechnet ein Dogecoin-Fonds so früh wieder dichtmacht, zeigt, dass die Nachfrage nach solchen Nischenprodukten begrenzt ist.

Ob andere Anbieter ihre Dogecoin-Produkte ähnlich schnell einstellen, ist offen. Ein Anhaltspunkt sind die verwalteten Vermögen der vergleichbaren Fonds: Bleiben sie klein, dürften weitere Schließungen folgen.

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