Zu viele Token sorgen für Verwirrung

Tausende Token sind bei verschiedenen Plattformen erhältlich und dies sorgt unvermeidlich für Verwirrung, da viele Token sehr ähnliche Namen oder Abkürzungen haben. Das Durcheinander wird auch durch den jüngsten Vorfall deutlich, in dem der Preis einer Coin um über 300 % stieg, nachdem Anleger sie für eine andere Kryptowährung hielten und in sie investierten.

Der Krypto-Markt wird von Token überschwemmt

Wie viele Token es genau gibt, ist nicht klar. Die Schätzungen liegen zwischen 1000 und 80.000. In jedem Fall gibt es eine Menge und die Zahl scheint jeden Monat noch größer zu werden. Auf Coinmarketcap werden derzeit über 1500 Coins und Token aufgelistet, daneben gibt es 12.000, die auf der Plattform Waves zu finden sind und 68.000 Token, die mithilfe von Ethereum funktionieren.

Ein gutes Beispiel für das Chaos der vielen Token ist der jüngste Vorfall rund um Youtuber Suppoman. Dieser warb am Mittwoch in einem seiner Videos bei seinen 140.000 Subscribern für das Matrix Network (MAN). Viele seiner Follower wollten daraufhin in diesen Token investieren. Versehentlich kauften jedoch viele Matryx (MTX) anstatt der MAN. Der Preis der MTX, die eine Marktkapitalisierung von rund 15 Millionen Dollar aufweist, stieg danach um 300 %. Als die Investoren ihren Fehler bemerkten, verkauften viele ihre Token wieder und der Kurs korrigierte sich.

„Suppoman wirbt für Matrix und seine ach so schlauen Zuschauer investieren in Matryx“, witzelte Crypto Jack, ein weiterer Youtuber der Branche. „Ich habe gestern 50.000 [Matryx] gekauft und heute fiel [der Kurs] 100 %“, beschwerte sich einer der Käufer. Dies war nicht der erste Vorfall dieser Art und wird bestimmt nicht der letzte sein.

Zu viele Token und zu wenig Kürzel

Die meisten Probleme tauchen jedoch nicht auf, weil Coins ähnliche Namen haben. Das Problem ist viel mehr, dass viele Coins und Tokens ähnliche Kürzel haben. Als Bitcoin Cash auf den Markt kam, führten einige Börsen die Währung als BCC auf, während andere die Abkürzung BCH wählten, da Bitcoinnect bereits unter dem Namen BCC gehandelt wurde. Letztendlich setzte sich das Kürzel BCH durch.

Für Entwickler von ICOs ist es oft schwierig eine Abkürzung zu finden, die von niemanden verwendet wird. Eine Alternative ist es, einen langen ungewöhnlichen Namen zu wählen. Ein Beispiel hierfür wäre Ethorse mit der Abkürzung Horse.

In vieler Hinsicht ähnelt dieses Problem der Anfangszeit des Internets, in der es darum ging Namen für Webseiten und Domains zu sichern. Eine Anzahl der nun existierenden Token wird den Kampf ums Überleben wahrscheinlich nicht meistern, denn viele Coins sind bereits jetzt zurückgefallen. Dennoch werden die Token, die auf Webseiten wie Coinmarketcap aufgeführt werden, solange für Verwirrung sorgen, so lange sie dort aufgelistet sind.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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One comment

  1. dieser unregulierte ICO-Wahnsinn hätte nie passieren dürfen. 99,5% davon sind doch nichts weiter als völlig unnütze „heiße Luft“-Sh*ttokens. Sicher auch mit ein Grund, warum die Märkte gerade so toll bärisch sind. Möchte gar nicht wissen, wieviele tausende Noobs und Newbies sich bei diesem ICO-Müll die Finger verbrannt und „Crypto“ dann den Rücken gekehrt haben.

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