Nigeria: Senat will Bitcoin-Handel kontrollieren

Nigeria besitzt einen der am schnellsten wachsenden und größten Bitcoin-Märkte in Afrika. Dies hat auch der nigerianische Senat erkannt. Dieser will nun Kryptowährungen näher untersuchen und eine Entscheidung zum Umgang mit ihnen treffen.

Nigerias Gesetzgeber will Bitcoin kontrollieren

Der nigerianische Senat, die erste Kammer des Gesetzgebers, hat eine Untersuchung des Bitcoin-Handels angeordnet. Der Ausschuss für Banken und anderen Finanzinstitutionen hat zwei Wochen Zeit, um „die Tragfähigkeit von Bitcoin als Form des Investments zu überprüfen“. Außerdem soll der Ausschuss „Empfehlungen entwickeln, wie der Nutzen und Handel kontrolliert“ werden kann, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Senats Ike Ekweremadu.

Des Weiteren sollen auch die Zentralbank, die Börse des Landes und die Bundesinstitution für Depositenversicherung mit ins Boot geholt werden und eine Kampagne führen, die vor den Risiken des Krypto-Handels warnt. Der Senat fordert von den Institutionen, eine klare Stellungnahme in allen Dialekten, die in Nigeria gesprochen werden, zu veröffentlichen. Bereits in der letzten Woche erklärte der Abgeordnete Godwin Emefiele gegenüber CBN: „Kryptowährungen oder Bitcoin sind wie ein Spiel und deshalb ist es notwendig, dass jeder sehr vorsichtig ist.“

Handel von Privatpersonen schwer zu kontrollieren

Nigerias Krypto-Markt ist noch stärker dezentralisiert als andere, deshalb ist schwer den Nutzen und Handel von Bitcoin zu überwachen. Der Grund dafür ist, dass ein Großteil der Transaktionen von Privatpersonen durchgeführt wird.

Auch wenn Peer-to-Peer-Plattformen einen deutlichen Zuwachs verzeichnen konnten, trieben viele Betrugsfälle Anleger zu Messenger-Dienst Telegram. Dort können sich schnell Gruppen zwischen vertrauenswürdigen Personen bilden. Diese können dann untereinander handeln. Bevor man einer solchen Gruppe beitreten kann, werden der Ausweis und die Kontoauszüge der Person kontrolliert. Außerdem werden Transaktionen innerhalb der Gruppe bei persönlichen Treffen ausgeführt. Das heißt, dass sich die Anleger in Hinterzimmern von Geschäften oder bei einer Person zu Hause treffen. Für eine außenstehende Behörde ist es also schwierig, den Handel innerhalb einer Gruppe zu überprüfen.

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Image via Unsplash

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