Thailand: Zentralbank informiert über Bitcoin

Das Königreich Thailand teilt mit, dass die Behörden des Landes sich zusammengetan haben, um die Bevölkerung über die Risiken des Bitcoin-Handels zu informieren. Auch wird die Position vertreten, dass es sich bei der digitalen Währung um ein Schneeballsystem handelt. Erst vor kurzem wies die Zentralbank darauf hin, dass es sich bei Bitcoin um kein rechtliches Zahlungsmittel handelt. Dennoch ist die Kryptowährung in dem Land sehr beliebt, da viele in ihr die einzige Möglichkeit sehen, Bankgeschäfte abzuwickeln.

Thailand: Jahr der Bitcoin?

Thailand ist ein aufstrebendes Königreich. Still und leise hat es sich unter die Top-20 (gemessen am Bruttoinlandsprodukt) der Welt geschlichen. Außerdem will die Regierung den Staat zum Dreh- und Angelpunkt der FinTech-Branche machen. Dabei galt es Vorsicht walten zu lassen, denn zu viele Regulierungen könnten Unternehmen verschrecken. Im Sommer sollte deshalb die Zentralbank des Staates im Südosten Asiens das Phänomen Kryptowährung untersuchen. Die Regierung erklärte zunächst, dass sie Japans Beispiel folgen wolle.

Im Herbst äußerte sich die Börsenaufsichtsbehörde zum Thema Initial Coin Offerings (kurz ICOs). Im Gegensatz zu vielen andere Behörden jedoch recht zögerlich. Die Bürger sollten durch die Warnung vor Betrügern geschützt, aber Innovationen nicht gehemmt werden.

Auch wenn die Zentralbank sich nicht überzeugt von Kryptowährungen zeigte, fanden im Sommer mehrere Konferenzen zum Thema Kryptowährungen statt.

Information über Risiken, wenig Regulierung und Bitcoin als Antwort

Nach Angaben der Bangkok Post erklärte Somchai Sujjapongse, Mitarbeiter des Finanzministeriums, dass er „zusammen mit anderen Behörden die Bevölkerung über Bitcoin informieren“ wolle. Dies sagte er während eines Treffens mit der Behörde gegen Geldwäsche, der Börsenaufsichtsbehörde, der Bank of Thailand und Premierminister Prayut Chan-o-cha. Er wolle „nach der großen Preissteigerung des Handelswertes, Leute auf die Risiken bei Bitcoin-Investitionen hinweisen, da er sich sorgt, dass Thailänder zu Opfern von Kryptowährungsspekulation werden könnten.“

Erst in der letzten Woche erinnerte Veerathai Santiprabhob, Leiter der Bank of Thailand, daran, dass Bitcoin noch immer keine legale Währung innerhalb des Königsreiches ist. Die Zentralbank wird dies auch naher Zukunft nicht ändern.

Das Handelsvolumen innerhalb des Landes folgte dem weltweiten Trend. Insgesamt gibt es 37 Bitcoin-Anbieter, die auf LocalBitcoin registriert sind. Der Preis der Kryptowährung soll nach Angaben von thailändischen Medien 13% höher sein, als in andern Ländern. Neben der Möglichkeit Bitcoin bei einer Börse zu kaufen, gibt es auch einen Bitcoin-Automaten innerhalb Thailands.

Auch sonst scheint der Zugang zu Bitcoins nicht schwierig sein. Nur zwei Börsen haben eine strikte Personenkontrolle, in der die Daten der Nutzen gespeichert werden. Die Nutzung über LocalBitcoin bietet kaum Hürden. Dies ist besonders wichtig, da weniger als vier von zehn Thailändern Zugang zu einer Bank haben. Kryptowährungen ermöglichen es der Bevölkerung alle Bankgeschäfte von zuhause und digital abzuwickeln.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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