Nikolai Nikiforov Bitcoin wird „nie” in Russland legalisiert

Nikolai Nikiforov, Russlands Minister für Kommunikation und Massenmedien, sagte gestern in einem Interview, dass die Regierung die Legalisierung von Kryptowährungen wie Bitcoin in naher Zukunft nicht erwäge.

Nach Angaben des staatlichen Nachrichtensenders TASS soll er gesagt haben:

„Bitcoin ist ein ausländisches Projekt, welches die Blockchain-Technologie nutzt. Russische Gesetze werden Bitcoin nie als Rechtsobjekt unter der Rechtsprechung der Russischen Föderation anerkennen.“

Er fügte jedoch hinzu, dass es „sehr wahrscheinlich“ sei, dass Russland die Blockchain-Technologie oder andere digitale Token nutzen werde. Nikiforov machte jedoch keine weiteren Angaben dazu, welche Token genau gemeint sein könnten.

Erst im Oktober hatte das Kommunikationsministerium ein Dokument erstellt, welches die technischen Details für eine staatseigene Kryptowährungen beinhaltete.

Damals erklärte er:

„Ich denke, dass wir vom technische Standpunkt her fortfahren sollten und solche Instrumente bereitstellen sollten. Es ist nicht möglich, etwas durch Verbote in der digitalen Entwicklung zu erreichen.“

Erst im Mai hieß es von Seiten des Ministeriums, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Rechtsrahmen für die Blockchain geschaffen werden soll.

Während die russische Regierung Bitcoin negativ gegenüber steht, hatten sich in der jüngsten Vergangenheit einige Abgeordnete positiv über die Kryptowährung geäußert.

So hatte der Vorsitzende der russischen Zentralbank in der letzten Woche erklärt, dass Initial-Coin-Offerings (kurz ICOs) Möglichkeiten für junge Unternehmen bieten würden. Auch der Leiter der Bundesagentur für Tourismus hatte vor kurzem ausgeführt, wie die Blockchain die Tourismusindustrie verändern könnte.

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Image via Unsplash

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