Japans Finanzindustrie zeigt Interesse am Bitcoin-Mining

In Japan beschäftigen sich aktuell einige der größten Unternehmen der Finanzindustrie mit dem Thema Bitcoin-Mining. So hatten GMO und DMM.com im September bekannt gegeben, sich am Mining beteiligen zu wollen. Beide Unternehmen haben bereits eigene Kryptowährungsbörsen eröffnet.

Ein Artikel auf Asia Nikkei beschrieb die Situation wie folgt:

„Dadurch, dass Japaner eifrig Bitcoin und ähnliche Währungen kaufen, haben sich SBI Holdings, GMO Internet und andere Unternehmen dazu entschlossen, durch Mining eine neue Einnahmequelle zu schaffen.“

Kevin Helms, Experte von news.Bitcoin.com, beschrieb die Situation bereits im September. Er sagte: „Japans führender Internet-Großkonzern und Bitcoin-Börsen-Betreiber GMO hat bekannt gegeben, seine Dienstleistungen auf das Bitcoin-Mining und die Herstellung von Chips auszuweiten. Das Unternehmen machte bekannt, Halbleiterchips zu produzieren und zu verkaufen und eine Mining-Einrichtung in Nordeuropa zu eröffnen.“

Warum Mining? Warum jetzt?

Durch die steigende Nachfrage und die verbreitete Bitcoin-Akzeptanz wird auch das Bitcoin-Mining lukrativer. Damit sich das Mining jedoch lohnt, muss ein Unternehmen viele technische Mittel aufbringen. Um einen großen Gewinn zu erzielen, sind große Mining-Pools notwendig. Aktuell verdienen Miner auf der ganzen Welt an einem Tag 7,84 Millionen Dollar. Dieser Wert ist 10 Mal so groß wie noch vor zwei Jahren.

Diese zusätzlichen Einnahmen haben Japans Finanzindustrie dazu bewogen, einige Mining-Pools schaffen. In ihrem Interesse stehen besonders Mining-Pools außerhalb Japans, da dort der Strom oftmals günstiger ist. In dem Bericht auf Asia Nikkei wurde erklärt: „Natürlich müssen auch die Stromkosten in Rahmen gehalten werden. Im August hat die SBI einen neuen Mining-Pool geschaffen. Dieser soll außerhalb Japans entstehen, da dort die Energiekosten geringer sind. Monex dagegen, will seine eigene Kryptowährung schaffen und minen.“

Des Weiteren erhofft sich Japan, von den strengen Regeln in China zu profitieren. Seit China ICOs verboten und einige Börsen geschlossen hat, steht Japan an erster Stelle in Bezug auf Kryptowährungen und Bitcoin-Handel. Außerdem gibt es Gerüchte, dass China ebenfalls aus dem Bitcoin-Mining austeigen wird. Dadurch könnte Japan diese Lücke, die auf dem Markt entstehen würde, wieder schließen.

Japan zukünftig wichtiger Akteur in der Welt des Bitcoin-Minings

Wenn in Japan ein großer Teil des weltweiten Minings stattfinden würde, würde dies auch weitere Folgen haben. Das Land hätte dann auch ein größeres Mitspracherecht in Bezug auf die technischen Entwicklungen der Kryptowährung. Auf Asia Nikkei wurde dies so erklärt:

„Bitcoin wird von einem Dutzend Entwickler, den sogenannten Core-Entwicklern, geleitet. Diese schaffen die Regeln für die Währung. Aber auch Miner haben ein Mitspracherecht in dieser Sache.“

Deshalb ist es also nicht verwunderlich, dass sich Japans großer Finanzsektor an der Mining-Welt interessiert. Das Timing passt und die Unternehmen könnten sich leicht in eine marktbeherrschende Stellung bringen und zu wichtigen Akteuren des Bitcoin-Minings werden.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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