Bitcoin-Börsen-Fall: Russisches Außenministerium kritisiert Urteil zur Auslieferung

Das russische Außenministerium hat die Entscheidung des griechischen Gerichts Alexander Vinnik an die Vereinigten Staaten auszuliefern, stark kritisiert. Vinnik wird vorgeworfen, Geldwäsche mithilfe der Börse BTC-e betrieben zu haben.

In einer Stellungnahme erklärte das Ministerium, dass es zu seinem „Bedauern feststellen musste“, dass das Gericht den Antrag der amerikanischen Behörde zur Auslieferung des Tatverdächtigen angenommen hat. Vinnik wurde Ende Juli in Griechenland festgenommen und ihm wird vorgeworfen, eine führende Rolle bei der Bitcoin-Börse BTC-e gehabt zu haben. Die Börse steht unter dem Verdacht Geldwäsche in Milliardenhöhe betrieben zu haben

Der Angeklagte befindet sich seit seiner Festnahme in Griechenland. Auch in Russland wurde Vinnik zunächst wegen anderer Vergehen gesucht. In den Verneigten Staaten wurde ebenfalls gegen Vinnik und BTC-e ein Haftbefehl erlassen.

Vinnik vertritt bis jetzt weiterhin den Standpunkt, dass er von allen Anklagepunkten freigesprochen werden muss. Er gibt zwar zu, in der Vergangenheit für die Börse gearbeitet zu haben, bestreitet jedoch eine führende Rolle innegehabt zu haben. Die Börse selbst erklärte ebenfalls, dass Vinnik nicht an der Geldwäsche beteiligt war und arbeitet inzwischen unter einem neuen Namen.

Die Entscheidung des griechischen Richters verärgert das Außenministerium, welches in einer Stellungnahme eine Revision des Urteils forderte.

Das Außenministerium schrieb In der Stellungnahme:

„Wir halten das Urteil für unrechtmäßig und für eine Verletzung des Völkerrechts. Eine Anfrage des russische Generalstaatsanwalt für die Auslieferung von Herrn Vinnik nach Russland ist bei den griechischen Behörden eingegangen. Aufgrund von Präzedenzfällen sollte die russische Anfrage vorrangig behandelt werden, da Herr Vinnik russischer Staatsbürger ist.“

Das Ministerium geht in der Stellungnahme nicht weiter darauf ein, welche Straftatbestände Vinnik in Russland erfüllt haben soll. Da Vinniks Anwälte bereits erklärt haben, gegen das Urteil in Revision zu gehen, erhofft sich das Ministerium, dass Vinnik doch nach Russland geschickt werden wird.

„Wir hoffen, dass die griechischen Behörden die Anfrage des russischen Generalstaatsanwalts berücksichtigen werden und Russlands Argumentation folgen und im Einklang mit dem Völkerrecht handeln werden“, erklärte das Ministerium.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

 

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