Russland: Villa steht für 3000 Bitcoin zum Verkauf

In Russland soll eine Villa für einen Preis von rund 3000 Bitcoin verkauft werden. Es gibt jedoch Probleme, da ein Rechtsrahmen für die Kryptowährung fehlt.

Villa soll in Bitcoin verkauft werden

Die Immobiliengesellschaft Kalinka Group erklärte in der letzten Woche, dass dies der erste Verkauf in dieser Größenordnung in Russland sei. Die Villa ist 930 Quadratmeter groß und soll für rund 3000 Bitcoin verkauft werden. Sie befindet sich in Nikolino in der Nähe von Moskau.

Trotz der aktuellen Preisschwankungen Bitcoins soll der Verkauf für diesen Preis stattfinden. Ekaterina Rumyantseva, Vorstandsvorsitzende der Kalinka Group, erklärte warum:

„Zum ersten Mal ist es der Wunsch eines Kunden, ein Haus in einer Kryptowährung zu verkaufen. So ein Verkauf ist eine Neuheit für den globalen Immobilienmarkt. Wir freuen uns die ersten auf diesem Gebiet zu sein und sind bereit für neue Aufgaben.“

Fehlende Regulierung erschwert den Verkauf

Rumyantseva erklärte weiter, dass die russische Regierung noch keinen rechtlichen Rahmen für die Arbeit mit Kryptowährungen geschaffen habe. Wie Bitcoin für den Immobilienverkauf behandelt werden solle, sei deshalb schwierig. Die Kalinka Group „untersucht sorgfältig die Möglichkeiten für so einen Verkauf“. Sie machte auch klar, dass sie ihre Provision in der Landeswährung erhalten wolle.

Im Mai schlug die russische Zentralbank vor, dass Kryptowährungen wie Bitcoin als „digitale Güter“ eingestuft werden sollten. Aktuell arbeitet der russische Gesetzgeber an der Entwicklung eines Rechtsrahmens für Kryptowährungen.

Die Arbeit an der Regulierung wurde jedoch durch die Uneinigkeit über die Einstufung von Kryptowährungen immer wieder verzögert. Momentan scheint es so, als würden Kryptowährungen, ähnlich wie in den Vereinigten Staaten, als „digitale Wertpapiere“ eingestuft werden.

Für den Verkauf der Villa darf Bitcoin nur nicht als Form von Geld anerkannt werden. Der Verkauf von Immobilien ist nach russischen Recht nur in der nationalen Währung möglich.

„Der Verkauf der Villa in Nikolino wird vielleicht der erste Präzedenzfall in der Rechtspraxis des Immobilienmarkts“, sagte Rumyantseva. „Wenn wir jedoch einen Käufer finden, bevor ein rechtlicher Rahmen geschaffen wurde, wären wir dazu gezwungen unserem Klienten einen Verkauf in Rubel zu empfehlen“, schloss Rumyantseva ihre Ausführungen ab.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.