Achtung Anleger: Singapurs Zentralbank warnt vor ICOs

Singapurs Zentralbank hat eine Warnung veröffentlicht, in der sie die Risiken sogenannter Initial-Coin-Offerings (kurz ICO) auslegt.

Bei einem Initial-Coin-Offering können Investoren Startups bei der Umsetzung eines Projekts finanziell unterstützen. Im Gegenzug erhalten die Investoren dann Tokens. Wenn ein Projekt erfolgreich umgesetzt wurde, nimmt der Wert der Tokens deutlich zu.

In einem Hinweis, welchen die Währungsbehörde Singapur in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsabteilung für kommerzielle Angelegenheiten (einer Behörde der städtischen Polizei) herausgebracht hat, heißt es, dass mögliche Anleger verstehen müssten, welches Risiko sie mit einer Investition in die Tokens eingehen würden.

Die Währungsbehörde rät dazu, nur Coins bei Unternehmen zu kaufen, die von ihr eine Lizenz dafür erhalten haben.

In dem Hinweis heißt es:

„Das angewandte Recht der singapurischen Währungsbehörde verlangt, dass Informationen über die Investitionsprodukte, die Kunden angeboten werden, offengelegt werden. Unternehmen die von der Währungsbehörde beaufsichtigt werden, müssen sich außerdem Verhaltensreglern unterwerfen, sodass ein fairer Umgang mit Verbrauchern garantiert werden kann. Wenn Verbraucher sich an Unternehmen wenden, die nicht von der Währungsbehörde reguliert werden, werden sie auch nicht durch Maßnahmen der Währungsbehörde geschützt.“

Außerdem wird vor weiteren Risiken wie vor der mangelnden Marktliquidität, der hohen Anzahl von Startups, die wieder aufgeben müssen und vor Betrug gewarnt.

Die Behörde erklärte weiter, dass Verbraucher sich an die Polizei wenden sollten, wenn sie durch ein ICO betrogen wurden.

Nur eine Woche vor dieser Warnung erklärte die Bank in einer Stellungnahme, dass solche Token-Verkäufe rechtlich unter den Verkauf von Wertpapier fallen würden. In der Vergangenheit hatte sich auch die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde ganz ähnlich ausgedrückt.

Nach Angaben des ICO-Trackers nahm das Wachstum solcher Token-Verkäufe deutlich zu. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden insgesamt rund 1,7 Milliarden US-Dollar durch das Finanzierungsmodell eingenommen, 500 Millionen US-Dollar davon allein im letzten Monat.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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