Ungarn: Untersuchungsausschuss gegen OneCoin

Ungarns Regierung richtet sein Augenmerk auf OneCoin, eine Kryptowährung, die unter Verdacht steht, eine Irreführung zu sein.

Die Magyar Nemzeti Bank (MNB), die Zentralbank des Landes, hat heute bekannt gegeben, dass sie Teil eines umfangreichen Untersuchungsausschusses sein wird, dessen Auftrag es sein wird die Kryptowährung, bei der „bestimmte Elemente des mehrstufigen Vertriebssystems ein vermeintliche Schneeballsystem“ darstellen, zu prüfen. Die Einberufung des Ausschusses ist eine der aggressivsten Vorgehensweisen gegen das angebliche Betrugssystem.

Bei OneCoin handelt es sich um ein Investitionsmodell, welches sich um eine selbsternannte Kryptowährung dreht. Nutzern werden hohe Gewinne durch ihren Kauf der Kryptowährung versprochen und sollen später andere Anleger finden. Durch die Verwendung dieses Systems wird der Kryptowährung schon länger vorgeworfen, dass es sich dabei um einen Betrug handelt.

Wer unterstützt den Ausschuss?

Die folgenden Behörden und Institutionen sind Teil des Untersuchungsausschusses für OneCoin:

  • Die MNB, durch ihre Abteilung der Marktaufsicht
  • Die Zentrale der Polizei in Budapest
  • Die nationale Untersuchungsbehörde
  • Die nationale Steuer- und Börsenaufsichtsbehörde
  • Das Innenministerium durch das Ministerium des Generalstaatsanwaltes.

Warum ist das wichtig?

Die Maßnahmen in der letzten Zeit deuten darauf hin, dass Behörden, besonders in Europa und Asien anfangen, konkrete Schritte gegen OneCoin einzuleiten.

So wurden zum Beispiel in Indien über 20 Verdächtige festgenommen, die mit der Kryptowährung in Verbindung standen. Die deutsche BaFin hatte vor einiger Zeit die Zahlungsabwicklung unterbunden. Sowohl in Indien als auch in Deutschland wurden die Konten, die in Verbindung mit OneCoin stehen, gesperrt.

Trotzdem stellt der Schritt der ungarischen Regierung eine Besonderheit dar, da sie eine Vielzahl von Behörden wie, der Polizei, Staatsanwaltschaft, Aufsichtsbehörden, Zentralbank miteinander vereint, um bei der „Maßnahme gegen OneCoin“ zusammenzuarbeiten.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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