BoJ: Blockchain könnte den Zugang zu Zentralbanken vergrößern

Der Zugang zu Zentralbanken könnte rund um die Uhr möglich sein, wenn die Banken Blockchains oder Kryptowährungen nutzen würden, erklärte ein Vorstandsmitglied der Bank of Japan (BoJ) in der letzten Woche.

Der Vize-Präsident der Bank, Hirsohi Nakaso, sprach am 21. April während eines Finanzforums das Thema der Zentralbank-Kryptowährung (engl.: central bank digital currencies (CBDCs)) an. Er wies auf ihr Potential hin und dass durch diese Menschen jeder Zeit Zugriff auf ihren Konten hätten und so schneller agieren könnten.

Ein Vorschlag ist, dass Konten von Zentralbanken für Kunden mit CBDC verkauft werden. Dieser Vorschlag wird vor allem von der Bank of England unterstützt. In seiner Rede ging Nakaso auf die Einführung von Blockchains und Kryptowährungen für Zentralbanken ein und argumentierte, dass so Kontoinhaber einen dauerhaften Zugriff auf ihre Anlagen haben könnten.

Er sagte:

„In der Extremsituation, in der CBDC genauso wie normale Währungen funktionieren würde, wäre es jedem möglich auf seine Anlagen auf seinem Konto zuzugreifen und dass  24/7 das ganze Jahr über. Einige Banken von Übersee haben bereits damit angefangen, einen solchen Vorschlag zu untersuchen.“

Einige Banken testen tatsächlich digitale Währungen als gesetzliches Zahlungsmittel.

So hat zum Beispiel die de facto Zentralbank in Hong Kong im März eine CBDC getestet, während auch die Behörden in Singapur einen ähnlichen Test ausgeführt hatten. Außerdem haben die Zentralbanken von Kanada, China, Schweden und dem Vereinigten Königreich Projekte dieser Art durchgeführt.

Auch die Bank of Japan hat die Technologie seit Dezember im Visier und hat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank Untersuchungen angestellt.

Dennoch hat die BoJ noch nicht zu viel über ihr Projekt verraten und betonte die frühe und experimentelle Phase des Vorhabens.

Englische Originalversion

Image via Unsplash

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