Italienische Behörde ergreift harte Maßnahmen gegen OneCoin

Eine italienische Aufsichtsbehörde hat die Tätigkeit für verschiedene Geschäftsstellen von OneCoin eingestellt. Bei den Kapitalanlagen der Kryptowährung soll es sich um einen Betrug handeln.

Im vergangenen Monat hatte die italienische Kartellbehörde, eine eigenständige und regierungsunabhängige Organisation mit Fokus auf dem Verbraucherschutz, eine „vorsorgliche Aussetzung“ angeordnet. Die Kartellbehörde in Italien wird durch das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung finanziert.

Das Kartellamt sagte, dass seine Ermittlungen gegen OneCoin, die bereits im Dezember des letzten Jahres mit drei einstweiligen Verfügungen gegen Niederlassungen begannen, ans Licht gebracht hätten, dass der Großteil des erwirtschafteten Geldes des Unternehmens durch Anwerbung regeneriert wurde. Diejenigen, die auf den Betrug von OneCoin reingefallen waren, kauften sogenannte Tokens, die später auf einer Webseite an andere verkauft werden sollten, jedoch erst nachdem diese neue Käufer für die Tokens gefunden hätten.

Das Kartellamt sagte (in einer übersetzten Stellungnahme):

„Tatsächlich kommt der Großteil des Gewinns nicht durch den Verkauf der virtuellen Währung OneCoin, sondern durch die Gebühren, die Kunden zahlen müssen, um an dem System teilnehmen zu dürfen, welches notwendig ist um Profit zu machen und neue Kunden zu gewinnen. Dieses Arrangement ist die typische Dynamik eines Pyramidensystems.“

Das Handeln der italienischen Behörde ist bisher das aggressivste Vorgehen gegen OneCoin. Bereits seit längerer Zeit steht OneCoin in heftiger Kritik, da es seinen Kunden große Gewinne mit seiner Kryptowährung verspricht.

Mehrere Zentralbanken, wie die Zentralbanken von Nigeria und Uganda, haben negative Gutachten über das System veröffentlicht.

Aufsichtsbehörden in Belgien und in Großbritannien haben Konsumenten über OneCoin gewarnt. Außerdem soll die englische Polizei bereits Ermittlungen gegen das Unternehmen anstellen.

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