Ether-Krise: Niedrigster Stand seit 7 Monaten auf Grund von Problemen mit der Blockchain

Der Preis von Ether (ETH) fiel gestern zum ersten Mal seit April unter $8. Das ist der niedrigsten Stand in beinahe sieben Monaten.

Insgesamt, schwankte der Preis vorgestern leicht und fiel sogar auf bis zu 7.88 um 08:34 UTC. Dieser Rückgang ist das Ergebnis der Flut von technischen Problemen mit denen das Ethereum-Netzwerk in letzter Zeit kämpfen muss, deren Höhenpunkt sogar zu einer unerwarteten Fork geführt hat.

Die Probleme begannen letzte Woche, als Ethereum sich seiner vierten geplanten Hard Fork unterzog, welche offiziell am 22. November stattfand. Die technischen Schwierigkeiten traten kurz danach auf, da Geth und Parity, zwei der größten Ethereum Kunden, das Upgrade nicht gleich umgesetzt hatten.

Das Ergebnis scheint nun zu dem Glauben von Anlegern und Marktbeobachter geführt zu haben, dass dieser Rückgang unter die Grenze von $8 ein symbolischer Meilenstein sein könnte.

Petar Zivkovski, Mitbegründer und CEO Bitcoin Plattform Whaleclub, ging sogar so weit zu sagen, dass die Plattform einer „Krise“ in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung nahesteht.

Zivkovski drückte sich wie folgt aus:

„Neben den technischen Problemen zeigt Ether auch eine ruhmlose Nutzerfreundlichkeit und ein geringer als erwartendes Wachstum seiner Entwickler-Community.“

Keine Langzeit Bedrohung

Während Zivkovski die technischen Probleme in den Vordergrund stellt, nimmt der Algorithmic Trader Jacob Eliosoff eine andere Position ein. Er denkt, dass diese Schwierigkeiten keine Gefahr für die Plattform darstellen.

Smart Contracts, so argumentier er, seien eine Innovation die Ether von andere Unternehmen unterscheidet und die Ether seit den letzten Quartalen außerdem mit großen Institutionen verbinde.

„Die letzten technologischen Fehlschritte sind, sollten nicht so ernst genommen werden: sie haben niemanden eine große Menge von Geld gekostet (außer natürlich den Anlegern durch den Kursrückgang) und sind nicht außerhalb dessen, was man innerhalb einer normalen Kursentwicklung bei einem so jungen und anspruchsvollen Projekt erwarten kann.“, sagte er.

ARK Invest Börsenfachmann Chris Burniske wies auch auf die vielversprechenden Aspekte des Netzwerks hin, insbesondere die Verteilung des Mining Pools und andere Grundlagen seien positiv zu bewerten.

„Das ungewöhnliche ist der Anstieg der Ethereum-Adressen, diese nahmen trotz allem kontinuierlich weiter zu. Das führt mich zu der Annahme, dass die Entwickler weiterhin mit Ethereum experimentieren.“, sagt Burniske.

Zukunftsaussichten

Darüber was die Zukunft für Ethereum bereithält, sind Experten sich uneinig.

Zivkovski sagt, dass während die Plattform durchaus Potential habe, er  trotzdem denke, dass auf ihr bis jetzt noch keine signifikanten Neuerungen im Vergleich zu anderen Plattformen stattgefunden hätten.

Andererseits sagte Entrepreneur und Investor Vinny Lingham, dass Etherpreise zu lange überwertet gewesen sein, gerade wenn man die technischen Herausforderungen und das zu große Angebot von Ethereum im Hinterkopf habe.

„Die Anzahl der neuen Ether, die durch Mining per Tag entstehen, ist nicht proportional in Bezug auf die Nachfrage des Marktes und ist deswegen zu hoch.“, beschrieb er die Situation.

Lingham ist nicht der einige, der denkt dass Ether überteuert ist, denn andere Marktbeobachter haben ähnliches via Twitter und anderen sozialen Netzwerken verlauten lassen.

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