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Bitcoin ist gescheitert

Bitcoin ist gescheitert – nächste Runde Bitcoin Drama

Das bekannte Drama um Bitcoin geht in die nächste Runde. Jetzt lässt der Bitcoin Entwickler Mike Hearn Dampf ab und behauptet: „Bitcoin ist gescheitert“. Diese Gründe stecken hinter seiner Aktion und die Reaktionen darauf.

 

Mike Hearn: Bitcoin ist gescheitert

Mike Hearn war für fünf Jahre ein Bitcoin Entwickler – bis zu dem Zeitpunkt vor ein paar Tagen. In einem Post behauptet er, dass Bitcoin gescheitert ist. Seine Aussage machte er zum einen aufgrund der andauernden Diskussionen um die Blockgrößen (Blockchaindebatte) und zum anderen weil er die fundamentalen Grundsätze von Bitcoin als verfehlt ansieht.

Ein verfehlter Grundsatz ist die Zensur wichtiger Plattformen für Bitcoin, darunter reddit.com/r/bitcoin und bitcointalk. Auf diesen Informationsplattformen werden grundsätzlich alle Themen zensiert, die Blockveränderungen beinhalten. Der Grund für die Zensur ist, dass eine Blockveränderung dazu führt, dass Bitcoin an sich verändert wird und nicht mehr Bitcoin, sondern ein alternatives Bitcoin sei. Deswegen werden alle Bitcoin XT Vorschläge, Posts oder Kommentare gesperrt.

 

Für das Verständnis: Bitcoin XT fordert eine 8MB Bitcoin-Blockchain-Lösung. Mike Hearn und Gavin Andresen sprechen sich für diese Lösung aus.

 

Obwohl man Mike Hearn widersprechen muss, denn Bitcoin ist keinesfalls gescheitert, muss ihm bei diesem Punkt zugestimmt werden. Zentrale Anlaufstellen für Bitcoin werden missbraucht, um den Usern eine Meinung aufzudrängen. Die Blockchaindebatte muss sachlich, als auch ausgiebig diskutiert werden, um die bestmögliche Lösung für Bitcoin zu schaffen. Allerdings zieht Hearn falsche Rückschlüsse, wenn er denkt, dass r/bitcoin oder bitcointalk repräsentativ für die Bitcoin Community oder gar für Bitcoin steht. Die menschliche Entscheidung die Foren zu zensieren ist nicht gleichbedeutend mit dem Scheitern von einem technologischen System.

Zusätzlich ist kritisch anzusehen, dass Hearn zwar die Zentralität abschaffen und Entscheidungen der Mehrheit überlassen will, aber dennoch bei Bitcoin XT das letzte Wort hat, wenn strittige Probleme vorliegen und Mike Hearn und Gavin Andresen keine Einigung finden können. Auch das widerstrebt dem Grundgedanken von Bitcoin.

 

Die Reaktionen auf Mike Hearns Aussage

Die Reaktionen auf die Bitcoin ist gescheitert Aussage sind unterschiedlich.

 

Andreas Antonopoulos widerspricht den Aussagen von Mike Hearn, dankt ihm dennoch für seine Arbeit und sagt, dass es weiter gehen muss. Selbst Gavin Andresen meint, dass Mike viel zu pessimistisch sei. Einige belächeln diese Aussage nur, denn die Schlagzeile „Bitcoin ist tot“ ist wohl den meisten Bitcoinern bekannt.

 

Andere folgen der Meinung, dass Bitcoin Core die Macht weggenommen werden müsse bzw. ein Wettbewerb erlaubt sein müsse, deshalb sollte man einer neuen Blockgrößenveränderung namens Bitcoin Classic folgen.

 

Bitcoin Classic

Bitcoin Classic will zu den Wurzeln zurück und sich an Satoshis Grundsätze halten. Entscheidungen sollen dezentral mit Hilfe von den Nutzern und Minern getroffen werden. User und Miner können z.B. über diese Webseite ihre Ansichten mit einbringen. Zudem soll die Blockchain Kapazität erhöht werden, solange es sicher ist.

Laut dieser Bitcoin Classic Infographik stimmen immer mehr Mining Pools für eine Blockerhöhung. Es herrscht somit eine über 75%-Einigkeit zur Erhöhung auf mindestens 2MB.

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Hearn hätte anders handeln müssen

Fest steht, dass Mike Hearns emotionaler Abschied nicht die optimalste Lösung war. Er war und ist ein angesehener Bitcoin Entwickler, der viel Zeit und Energie in Bitcoin gesteckt hat und wofür man ihm dankbar sein kann. Aus diesem Grund hätte er davon absehen sollen, eine solche Aussage zu treffen. Menschen achten ihn und vertrauen ihm und schließen sich ihm möglicherweise an. Er ist „eine Bekanntheit“ und deshalb interessieren sich auch größere Medien für ihn – die seine Aussagen auffassen und weitergeben, was wiederum Misstrauen beim potentiellen Endnutzer auslöst.

Zudem hätte er darauf verzichten müssen, weil es Investoren, Miner, Start-Ups, Nutzer und Interessierte trifft. Alle diese Leute stecken viel Zeit, Energie und Geld in das Bitcoin System. Vermutlich haben Einige mehr Kritik, Gegenwind oder Rückschläge als Mike Hearn einstecken müssen – z.B. Nutzer von Mt. Gox, die Bitcoin danach nicht den Rücken gekehrt haben, obwohl sie viel Geld verloren haben. Doch diese bleiben Bitcoin treu, denn auch diese „Krise“ der Blockchaindebatte geht vorbei, es wird eine Lösung gefunden und Bitcoin wird weiter existieren.

 

Bitcoin ist größer als einzelne Charaktere

Gleichzeitig zeigt Bitcoin aber auch erneut, dass die Personen, als auch die Plattformen im Bitcoin System austauschbar sind. Die einzige wichtige Komponente ist der Bitcoiner als Fundament, unabhängig davon, welche Rolle er einnimmt. Anlaufstellen für Bitcoin können ausgetauscht werden und es gibt sicher noch etliche sehr gute Programmierer, die weiterhin an Bitcoin glauben und arbeiten wollen.

 

Das müsst Ihr wirklich wissen

Falls euch das Drama und die Blockchaindebatte nicht interessiert, dann solltet Ihr folgendes beachten: Falls Blockvergrößerungen durchgeführt werden, solltet ihr während der Umsetzungszeit keine Bitcoins verschicken oder empfangen. Mehr müsst Ihr nicht beachten.

 

 

Was haltet Ihr von diesem Drama? Welche Blockgröße ist die optimale Lösung für euch?

 

 

Image via pixabay, CC0

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