Die Bitcoin Community als Aufpasser und Antreiber

In den letzten Jahren gab es für Bitcoin oft genug schlechte Nachrichten, einige Diebstähle hier, ein paar Betrügereien dort. Darunter leidet das Image von Bitcoin, allerdings vergessen die Menschen schnell, dass das mit Bargeld und Kreditkarten deutlich häufiger passiert und Bitcoin keinesfalls unsicher und kriminell ist.

Das Bitcoinsystem reguliert sich selbst, das beste Beispiel hierfür ist der schreckliche Untergang der Mt. Gox Bitcoinbörse, für viele das schlimmste Ereignis in der Bitcoingeschichte. Nach der Pleite wurden die Schreie nach Hilfe von den Regierungen lauter, was die Leute aber nicht begriffen: Die Bitcoin Community hat im besten Interesse und so gut wie möglich gehandelt und dieser Vorfall hätte verhindert werden können.

Der Untergang von Mt. Gox

Ein Jahr vor dem Untergang der Börse gab es die ersten Warnungen, dass Mt.Gox insolvent sei. Die ersten Hinweise und Warnungen stammen von der Bitcoin Community selbst, der Verlust Vieler konnte aber nicht verhindert werden. Einzelne Mitglieder der Community sind nach dem Mt.Gox Ereignis sogar nach Japan geflogen, um den CEO Mark Karpeles abzufangen und das Geld für sich und alle anderen zurück zu bekommen. Nachdem Regierungsbehörden den Fall übernahmen, konnte Mark Karpeles Insolvenz beantragen und somit noch ungeschoren davonkommen. Erst als er ertappt wurde, wie er eine Million US-Dollar weiterschieben wollte, wurde er inhaftiert. Doch Mt. Gox ist und bleibt kein Einzelfall, dennoch kann man daraus lernen, dass man der Bitcoin Community vertrauen kann, denn sie war es, welche das Gesamtbild ein Jahr zuvor erkannte.

Fortschritte und Sicherheit durch die Bitcoin Community

Je mehr Nutzer die Community hat, desto besser regelt sie sich selbst, Bitcoin und auch große Bitcoin Unternehmen, wie BitStamp und Blockchain.info, die gehackte oder verlorene Coins zurückgeben, um ihren guten Ruf und Kundenstamm nicht zu verlieren. Durch die Anzahl der Nutzer steigt für die Firmen auch der Druck, sicherere Alternativen zu finden. Das Unternehmen Circle war zum Beispiel einer der ersten Dienstleister, welcher versicherte Einzahlungen ermöglicht.

Trotzdem gab es und wird es auch immer weitere Hacks geben, wie der der Mintpal-Börse, obwohl es scheint, dass die Verluste weniger werden, auch weil die Leute erneut Wochen vorher gewarnt wurden. Hacks, Diebstähle und Betrügereien sensibilisieren die Bitcoinnutzer, aber auch die Bitcoin Community vor weiteren Fallen und lehren gleichzeitig, dass der Private Key (der private Schlüssel) gehalten werden muss, sonst sind die Bitcoins nie dein Eigentum. Dadurch werden die Sicherheitsstandards für die Bitcoin Nutzung höher: längere Passwörter, Multi-Sig Wallets und zwei Faktor Authentifizierung und mehr Vorsicht bei der Online-Lagerung.

„Wenn du deine privaten Keys nicht hältst, besitzt du keine Bitcoins.“

Die Bitcoin Industrie wird von der Bitcoin Community angetrieben, um die Sicherheit und die Handhabung stetig zu verbessern. Schlussendlich zählt für Unternehmen vor allem die Mundpropaganda zufriedener Kunden und das ist eben ohne die Community nicht möglich.

Image via pixabay, CC0

Englisch von 99bitcoins, Jamie Redman

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