Intelligent vs. Dumm – Welches Netzwerk ist besser für Bitcoin?

Heutzutage benutzen wir Computernetzwerke die ganze Zeit. Wir unterhalten uns und sprechen über Netzwerke. Wir bekommen Informationen aus den Netzwerken und verbringen sogar einen Teil unserer Freizeit in Netzwerken. Vielleicht bekommen wir sogar unser Essen aus Netzwerken. Wir benutzen diese Netzwerke nicht nur, wir sind von ihnen abhängig. Es wird immer schwerer ohne eine Internetverbindung und ein Smartphone zu leben und dadurch werden Netzwerke ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens.

Netzwerke sind meist „“dumm“

Kommunikationsmedien in einem Netzwerk sind in der Regel nicht “smart”. Das Netzwerk ansich, wie das Internet, verschickt Pakete von einem Ende zum Anderen ohne Sorge, was diese Pakete enthalten. Bitcoin-Experte Andreas Antonopoulos erklärt auf dem “Innovation and festival of the Commons Event”:

 

“Das Internet ist ein dummes Netzwerk.”

 

Antonopoulos verwendet das Wort “dumm” da das Internet TCP/IP verwendet, welches nur als Vermittler zwischen den Knoten fungiert. Auf der anderen Seite gibt es einige zentrale Einrichtungen und Dienstleistungen, die diese Nachrichten interpretieren und daraus nützliche und sensible Daten, sehr übersichtlich, kreieren. Sie können Probleme lösen und bieten Dienstleistungen mit ein paar Buttons an während sie sich um das komplizierte Backend kümmern. 

Diese Netzwerke werden als “Smart Networks” (Intelligente Netzwerke) bezeichnet. Zum Beispiel sind einige “dumme” Geräte in der Lage die Wettervorhersage (z.B. mit einer Wetter-App) zu erhalten. Dies setzt allerdings ein intelligentes Netzwerk voraus, da das Gerät nicht in der Lage ist, alle Informationen für die Wettervorhersage selbst zu verarbeiten. 

In seiner Rede beschreibt Antonopoulos zwei Möglichkeiten wie ein Netzwerk gestalten werden könnte:

 

“Es ist die Frage, ob man dumme Netzwerke mit intelligenten Geräten oder ein intelligentes Netzwerk mit dummen Geräten macht.”

 

Er gibt ein Beispiel für ein Telefonnetz als intelligentes Netzwerk, dass viele Funktionen wie Anrufer ID und Anklopfen beinhaltet.Um die Nutzung leichter zu machen, sollten die Dienstleistungsanbieter nicht das Gerät der Nutzer, sondern das Netzwerk aktualisieren. 

Nachteile

Antonopoulos spricht aber auch einen großen Nachteil von intelligenten Netzwerken an. Die Netzwerke müssen von einer zentralen Stelle (zentralisiert) aus aktualisiert werden und Funktionen werden nur dann integriert, wenn alle Nutzer es brauchen.

Der Gegensatz zu dummen Netzwerken ist, dass das dumme Netzwerk am “Rand” und nicht aus der Mitte aktualisiert wird. Das bedeutet, dass intelligente Nutzer mit Smartools und Smartphones in der Lage sind es selbst weiter zu entwickeln. So wächst die Technologie schneller und es gibt faire Chancen, für jeden mit dem richtigen Wissen, auf der aktuellen Technologie weiter aufzubauen.

Antopoulos: “Bitcoin ist ein dummes Netzwerk das mit intelligenten Geräten unterstützt wird und setzt die ganze Intelligenz an den Rand des Netzwerks.”

Im Allgemeinen bieten andere Dienste oder Applikationen, wie Onlinebanking, dem Nutzer nur die Möglichkeit, sich in seinen Account einzuloggen. Dabei stehen neben der Überweisung nur einige andere Funktionen zur Verfügung. Dieses Modell ist für Verbesserungen nicht offen und fördert keine innovativen Gedankengänge.

Bitcoin verwendet eine einfache non-Turing Script-Sprache, die nur einige grundlegende Funktionen beinhaltet. Allerdings haben wir so viele Innovationen (z.B. Bitcoin 2.0, intelligentes Eigentum) und Kreativität im Bitcoinraum gesehen, da dieses “dumme” open-source Netzwerk von kreativen Personen auf der ganzen Welt erweitert werden kann.

Fazit

Also ja, Bitcoin ist “dumm”, und und darum lieben es die Leute. Dadurch ergeben sich für alle die gleichen Chancen und Möglichkeiten, darauf intelligente Dienste aufzubauen, ohne von der Starrheit und Trägheit einer zentralen Kontrolle behindert zu werden.

 

Quellen:

Originalfassung cointelegraph, Alireza Beikverdi

Image via Flickr.com, Dennis Skley ,CC

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